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Unsere Geschichte

Wer unsere Gartenbaumschule besucht, wird nach einer kurzen Fahrt durch alten Eichenwald von unserem Bauernhaus begrüßt. Die Jahreszahl 1875 rechts oberhalb des Dielentores verweist nur auf die letzte Verlängerung des Hauses. Tatsächlich wurde es an dieser Stelle bereits im Jahr 1685 errichtet, dies zeigte die Untersuchung der Jahresringe in Balken und Dachsparren. Der Hof ist aber noch viel älter - erstmals erwähnt wurde er im Jahr 1400, im Jahr 1416 verkaufte die Familie von Varendorp ihn an die von Bar. Da der Hof kein Lehen der Osnabrücker Bischöfe, sondern im vollen Eigentum (Allod) der jeweiligen Grundherren war, entstammt er möglicherweise den ursprünglich umfangreichen Besitzungen der Grafen von Tecklenburg, die sich von Malgarten über Engter und Rulle bis Osnabrück erstreckten. Die Anfänge des Hofes dürfte jedenfalls zumindest bis in das 13. Jahrhundert zurückreichen. 1622 verkaufte die Familie von Bar den Hof an die Stadt Osnabrück, aus deren Grundherrschaft sich Johann Henrich Igel schließlich 1834 freikaufte.

Um die Ersterwähnung dreht sich eine eigene Geschichte. Noch 2008 wurde vom vom Jahr 1458 ausgegangen, so dass damals mit einer Ausstellung auf der Diele 550 Jahre Hof Igel begangen wurde. 2012 tauchte dann eine Urkunde aus dem Jahr 1416 und 2016 folgte danach schon die 600 Jahrfeier mit einem Hoffest und einer großen Ausstellung zur bäuerlichen Geschichte des Osnabrücker Landes in unserem Park. Ende Dezember 2025 begegnete uns dann schließlich eine Nennung des Hofes schon im Jahr 1400 - das 625te Jubiläum dieser früheren Ersterwähnung hatten wir da knapp verpasst. Die Erforschung der ´Hofgeschichte wird aber fortgesetzt.

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In der Nachkriegszeit kamen zur klassischen Landwirtschaft Gemüsebau und Tabakanbau hinzu. Von dieser in unseren Breiten eher ungewöhnlichen Ackerfrucht zeugt noch der turmartige Tabaktrockner am Rande des Hofes im Eichenwald. Und daran, dass früher einmal Schnittblumen wie Narzissen und Maiglöckchen auf unserem Hof gezogen wurden, erinnert noch heute im jeden Frühling die prachtvolle Narzissenblüte im Eichenwald vor dem Hof.


Impressionen aus unserem Betrieb



Aus diesen landwirtschaftlichen Sonderkulturen erwuchs ab 1968 die Baumschule Igel, die so 2023 schon ihr 55jähriges Bestehen feiern konnte. Lag in den ersten Jahrzehnten der Schwerpunkt auf dem Großhandel, so traten seit der Mitte der 1990er die Gartenliebhaber in den Vordergrund. Heute gelangen gut 85% der in der Baumschule herangezogenen Pflanzen direkt in den Privatgarten.

In den Jahren 1994 bis 1996 entstand eine großzügige Gartenbaumschule, die neben dem vollen Pflanzensortiment auch ein reiches Zubehörsortiment anbietet. Eine umfangreiche Erweiterung und Modernisierung erfolgte von 2004 bis 2006, mit der die Gartenbaumschule Igel nun zu den größten Gartenbaumschulen Deutschlands zählt. 2006 wurde dann die Igel Gartenkultur GbR mit den Geschäfstführern Volker und Dr. Karsten Igel als Betreibergesellschaft der Gartenbaumschule gegründet. Mit der Eröffnung der Orangerie folgte 2012 die nächste Erweiterung, die mit der Anlage eines neuen Eingangsbereiches im Frühjahr 2020 abgeschlossen wurde. Nachdem 2022 auch der Kassenbereich in die Orangerie verlegt worden ist, konnte das alte Verkaufshaus aus dem Jahr 1996 in eine große Gartenbuchhandlung umgewandelt werden, die neben Büchern und Kaffe zur Selbstbedienung auch einen ruhigen Ort für Beratungsgespräche rund um Ihren Garten bietet.



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